Prämien-Entlastung gescheitert - Jetzt müssen die Löhne rauf!

Die Prämien-Entlastungs-Initiative ist an der Urne gescheitert. Sie hätte den Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen eine wichtige Entlastung gebracht. Jetzt müssen die Löhne erhöht werden, um die Kaufkraftverluste der letzten Jahre auszugleichen und den finanziellen Kollaps vieler Haushalte zu verhindern.

Die bürgerlich dominierte Politik hat das Problem der steigenden Krankenkassenprämien und das Leiden breiter Bevölkerungsgruppen zu lange ignoriert. Der signifikante Ja-Anteil der Prämien-Entlastungs-Initiative zeigt, wie dringlich das Problem ist: Viele Menschen wissen nicht mehr, wie sie die immer höheren Prämienrechnungen der Krankenkassen bezahlen sollen.

Das Kopfprämiensystem ist unsolidarisch und nicht zukunftsfähig, denn Wenig- und Normalverdienende zahlen den höchsten Preis. Es braucht neue Lösungen für eine faire gesellschaftliche Verteilung der Kosten. Angesichts des zu erwartenden neuen Prämienschocks in diesem Herbst für das nächste Jahr wird sich die Situation noch zuspitzen.

Jetzt braucht es Kaufkraftausgleich bei den Löhnen

Als unmittelbare Massnahme müssen dringend die Löhne erhöht werden. Hunderttausende Arbeitnehmende haben in den letzten Jahren teils massive Reallohnverluste hinnehmen müssen, weil die Löhne nicht mit der Teuerung Schritt hielten. Die Krankenkassenprämien, die in der offiziellen Teuerungsrate nicht abgebildet sind, belasten die Haushaltsbudgets zusätzlich.

Jetzt sind generelle Lohnerhöhungen auf breiter Front angesagt. Nur so lässt sich das Abrutschen immer weiterer Kreise der Bevölkerung in die Armut vermeiden. Die Gewerkschaft Unia wird dieser Forderung mit einer grossen Lohndemonstration in Bern am 21. September Nachdruck verleihen.