Stopp Belästigung am Arbeitsplatz
Hinschauen, einschreiten: Sexistische Witze, anzügliche Bemerkungen, klebrige Blicke und Berührungen: Sexuelle Belästigung schadet Ihrer Gesundheit und vergiftet das Arbeitsklima. Sie können etwas dagegen tun.
Es gibt viele Verhaltensweisen, durch die sich eine Person sexuell belästigt fühlen kann, zum Beispiel:
Jedes Verhalten mit sexuellem Bezug, das die belästigte Person als unerwünscht empfindet, ist sexuelle Belästigung. Ausserdem: Sexuelle Belästigung hat nie etwas mit flirten zu tun, sondern stellt einen Machtmissbrauch dar.
Die Folgen von sexueller Belästigung sind gravierend. Sie demotivieren Betroffene und gefährden ihre geistige und körperliche Gesundheit. Ausserdem vergiftet sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz das Betriebsklima. Darum sind Arbeitgeber in der Pflicht. Laut Gesetz müssen sie dafür sorgen, dass den Angestellten und Führungskräften klar ist: Sexuelle Belästigung wird nicht toleriert.
Sind Sie Arbeitgeber und möchten Ihren Mitarbeitenden einen Leitfaden in die Hand geben? Laden Sie das Musterreglement für Betriebe herunter.
Leisten Sie Ihren Beitrag gegen sexuelle Belästigung: Fällt Ihnen auf, dass ein Kollege jemanden unerwünscht bedrängt?
Weitere Tipps finden Sie in unserer Broschüre. Hier können Sie sie gratis bestellen.
Genug mit blöden Sprüchen und Grapschereien! Wir Baufrauen sind Profis, keine Zielscheiben. Wir fordern Respekt, Schutz und klare Regeln.
Unsere Kleber machen Diskriminierung, sexuelle Belästigung und Gewalt auf der Baustelle sichtbar.
Viele Lernende erleben am Arbeitsplatz sexuelle Belästigung. Das hat unsere Umfrage ergeben.
Setzen Sie ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung im Gastgewerbe - mit unserem Kleberset gegen Sexisten.
Notieren Sie sich alle Details zur Belästigung:
Bewahren Sie alle Beweise wie Briefe, SMS und E-Mails auf.
Machen Sie dem Belästiger klar, dass Sie sein Verhalten nicht akzeptieren. Direkt oder im Nachhinein, falls nötig schriftlich. Dabei können Sie so vorgehen:
Sexuelle Belästigung ist eine belastende und oft erschütternde Erfahrung. Es ist normal, wenn Sie sich danach machtlos fühlen oder unter Schock stehen. Machen Sie sich keine Vorwürfe, wenn Sie nicht so reagiert haben, wie Sie es sich gewünscht hätten. Sie tragen keine Schuld.
Sprechen Sie mit Vertrauenspersonen, Ihrer Familie, einer Therapeut:in oder Arbeitskolleg:innen.
Sie sollten nicht allein auf die Belästigung reagieren. Lassen Sie sich zuerst beraten: bei belaestigt.ch ist es gratis – auch in Fremdsprachen.
Personen mit einem unsicherem Aufenthaltsstatus fürchten sich häufig davor, ihre Aufenthaltsgenehmigung zu verlieren, wenn sie sich wehren. Gegen solche Mehrfachdiskriminierung gibt es spezialisierte Fachstellen wie zum Beispiel network-racism.ch.
Einige Unternehmen bezeichnen Vertrauenspersonen oder verfügen über eine Beschwerdestelle. Vergewissern Sie sich vor einem Gespräch, dass es vertraulich bleibt.
Wenn Sie sich an Vorgesetzte oder die Personalabteilung wenden, müssen diese den Vorfall melden. Sie können dann nicht mehr selbst entscheiden, ob und wann weitere Massnahmen eingeleitet werden.
Wir stehen Ihnen zur Seite: mit Informationen zu Ihren Arbeitsrechten, dem gemeinsamen Planen der nächsten Schritte, Unterstützen bei Briefen und Gesprächen mit Ihrem Arbeitgeber, Durchsetzen von Massnahmen im Betrieb und Begleiten bei rechtlichen Schritten. Melden Sie sich bei Ihrem Unia-Sekretariat.
Arbeitgeber müssen ein Interesse daran haben, ihre Mitarbeitenden vor Sexismus und/oder sexueller Belästigung zu schützen. Ein erster Schritt gegen Sexismus und sexuelle Belästigung ist ein Reglement in den Betrieben.
Es soll
Die Unia stellt den Arbeitgebern der Schweiz deshalb ein Musterreglement zur Verfügung, welches für jeden Betrieb angepasst werden kann.
Gewerkschaft Unia 2026