Gemeinsame Medienmitteilung des Bündnis Gesundheitspersonals
Sehr geehrte Medienschaffende,
Der Nationalrat hat heute das Bundesgesetz über die Arbeitsbedingungen in der Pflege (BGAP) beraten aber das Ergebnis ist klar ungenügend. Der Gesetzesentwurf bleibt deutlich hinter dem zurück, was die Bevölkerung 2021 mit der klaren Annahme der Pflegeinitiative gefordert hat.
Der Nationalrat missachtet damit klar den Volkswillen – nämlich die von 61% der Stimmberechtigten angenommene Initiative. Er ignoriert die enormen beruflichen Belastungen, denen das Gesundheitspersonal seit Jahren ausgesetzt ist.
Die Botschaft ist eindeutig: Die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen müssen sich deutlich verbessern. Der aktuelle Entwurf enthält jedoch keine wesentlichen Fortschritte; selbst die ohnehin unzureichenden Vorschläge des Entwurfs des Bundesrates wurden verwässert.
Deshalb fordern wir:
Für uns ist klar: Der Volkswille wird mit dem heutigen Entscheid vom Nationalrat nicht umgesetzt! Die Pflegeinitiative wurde angenommen, weil die Bevölkerung erkannt hat, was das Gesundheitspersonal seit Jahren erlebt: Die Situation ist angespannt, die Arbeitsbelastung zu hoch, und ohne konkrete Verbesserungen wird sich der Personalmangel weiter verschärfen.
Er muss den in einer demokratischen Abstimmung geäusserten Volkswillen durchsetzen. Er hat jetzt eine letzte Chance, seine Verantwortung wahrzunehmen, den Gesetzesentwurf zu korrigieren und die Pflegeinitiative umzusetzen.
Wir fordern den Ständerat auf, die dringend notwendigen Verbesserungen in das Gesetz aufzunehmen und damit ein klares Signal zugunsten des Gesundheitswesens zu senden.
Samuel Burri, Unia
Gewerkschaft Unia 2026