Die rund 60 heute in Bern versammelten Delegierten des Sektors Tertiär der Unia haben eine Resolution mit der Forderung nach echter Gleichstellung und zur Unterstützung des Frauenstreiks verabschiedet. Angesichts der enttäuschenden Revision des Gleichstellungsgesetzes, die nur ungenügende Massnahmen für eine wirksame Bekämpfung der Lohnungleichheit vorsieht, machten die Delegierten deutlich, dass der Kampf der Frauen weitergeführt werden muss. Sie verurteilten den in unserer Gesellschaft immer noch vorherrschenden patriarchalen Geist: Sexismus, Ungleichheiten und Gewalt gegen Frauen halten sich in der Schweiz hartnäckig, mit der Folge, dass Gleichberechtigung und Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern keineswegs gewährleistet sind.
Respekt, Lohn und Zeit
Zur Schaffung einer echten Gleichstellung fordern die Delegierten:
Kurz gesagt: Die Delegierten verlangen Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit für die Frauen. Sie werden sich aktiv an den Vorbereitungsarbeiten und der Durchführung des Frauenstreiks am Aktions- und Mobilisierungstag vom kommenden 14. Juni beteiligen.
Verleihung des «Prix Engagement»
Mit dem «Prix Engagement» werden Unia-Mitglieder im Sektors Tertiär für ihren unermüdlichen Einsatz ausgezeichnet. Der zum zweiten Mal vergebene Preis wurde dieses Jahr vier mutigen Frauen verliehen, die sich für die Sache der Arbeitnehmerinnen engagieren: Alexandra, Reinigungsangestellte im Zürcher Hotelgewerbe, die im «Blick» offen auf ihre sehr schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam gemacht hat; Silvia, die sich im Tessin für die Anerkennung der professionellen Betreuung zu Hause, insbesondere durch die Schaffung eines GAV, einsetzt; sowie F. und N. die sich in einem Verfahren wegen Lohnungleichheit gegen eine Luxus-Ladenkette befinden. Der Mut dieser von der Unia unterstützten Frauen bringt die Gleichstellung in der Schweiz voran!
Vier Frauen ausgezeichnet