1. Mai 2026: «Jobs und Löhne verteidigen – nein zur Abschottung!»

Zehntausende zog es am Tag der Arbeit auf die Strasse, um gemeinsam für die Rechte der Arbeitnehmenden einzustehen. Diese sind aktuell durch zahlreiche politische Angriffe in Gefahr. Unter dem Motto «Jobs und Löhne verteidigen – nein zur Abschottung!» sagten die vielen Arbeitnehmenden an den 1.-Mai-Kundgebunden klar Nein zur Chaos-Initiative der SVP.

Die Unia als grösste Gewerkschaft war mit ihren Mitgliedern im ganzen Land präsent. Für die zahlreichen Unia-Redner:innen ist klar: Den politischen Angriffen auf die Arbeitsrechte setzen wir unser Engagement für starke Rechte, sichere Arbeitsplätze und gute Löhne für alle entgegen.

Systematische Angriffe von rechts

In Aarau sprach Unia-Präsidentin Vania Alleva zu den Teilnehmenden des 1.-Mai-Umzugs. Sie enttarnte die «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative der SVP (= Chaos-Initiative) als verstecktes Mittel, um die Personenfreizügigkeit mit der EU abschaffen. Damit würde auch für alle das Recht entfallen, sich in der Schweiz niederzulassen und ohne Diskriminierung zu arbeiten.

Die Unia-Präsidentin wies in ihrer Ansprache auch auf die systematischen Angriffe auf die Rechte der Arbeitnehmenden hin: Sie wollen die ohnehin oft schon langen Arbeitstage auf bis zu 17 Stunden ausweiten, das Sonntagsarbeitsverbot aushöhlen und regionale Mindestlöhne aushebeln.

Unser Widerstand: sichtbar, furchtlos, kämpferisch!

Vania Alleva entlarvte die SVP als Anti-Arbeitnehmenden-Partei: «Seit Jahren verfolgt die SVP das Ziel, die unbequemen Gewerkschaften zu schwächen. Denn diese sind mächtige Verhindererinnen der grenzenlosen Bereicherung und Abzockerei einiger weniger auf dem Buckel der Arbeitnehmenden.»

Vania Alleva rief alle Arbeitnehmenden zum Widerstand auf: 

«Wir tragen unseren Widerstand sichtbar, furchtlos und kämpferisch auf die Strasse: gegen die menschenverachtende Politik der SVP in der Schweiz und der Trumpisten und der Tech-Milliardäre weltweit. Gegen Angriffe auf unsere Rechte. Gegen jene, die Angst schüren, um Macht zu gewinnen. Wir kämpfen gemeinsam für eine demokratische, freie, friedliche Welt, die auf Menschen- und Arbeitsrechten basiert.»

Zitat von Vania Alleva

Keine Rückkehr zum Saisonnierstatut!

Silvia Locatelli, Leiterin Industrie, warnte in ihrer Rede in Delémont vor einer Rückkehr zum Saisonnierstatut. Dieses Szenario droht der Schweiz, wenn die Chaos-Initiative am 14. Juni angekommen wird. Silvia Locatelli fragte und gab die offensichtliche Antwort:

«Wird die Chaos-Initiative mehr Arbeitsplätze schaffen? Ganz sicher nicht, wenn eine Branche wie die Industrie so stark vom europäischen und weltweiten Markt abhängig ist.»

Zitat von Silvia Locatelli

Die Initiative habe nicht wirklich zum Ziel, die Zahl der Arbeitsmigrant:innen reduzieren. Unser Land kann ohne Migration nicht funktionieren. Sie zielt drauf ab, dass Arbeitgeber ausländische Arbeitskräfte ohne oder mit möglichst wenigen Rechten einstellen können.

Nur gemeinsam erreichen wir Fortschritte!

Bruna Campanello, Leiterin Gewerbe, ist für ihre 1.-Mai-Rede nach Sion gereist. Sie nannte es eine Respektlosigkeit gegenüber allen Arbeitnehmenden, wenn Arbeitgeber Lohnverhandlungen gezielt blockierten. Statt Angst zu schüren und die Solidarität der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmenden anzugreifen, sollte zusammen nach Lösungen gesucht werden: 

«Nur gemeinsam ist es möglich, Fortschritte zu erreichen.»

Zitat von Bruna Campanello

Auch Bruna Campanello wies in ihrer Rede auf die enormen Gefahren der Chaos-Initiative hin. Die Initiative schütze niemanden ausser jene, die auf Kosten der Arbeitnehmenden Profit machen wollen, indem sie diese spalten.

Am 14. Juni: Nein zur Chaos-Initiative!

Impressionen

Weitere Bilder von den 1. Mai-Feiern im ganzen Land gibt’s auf unseren Social Media-Kanälen: