Fachgruppe Coop: Hände weg vom freien Sonntag

Eine Gruppe von Menschen versammelt sich hinter einem Transparent, auf dem steht «Hände weg vom freien Sonntag». Sie halten Schilder und schwenken Unia-Fahnen.
Die Mitglieder der Unia-Fachgruppe Coop kritisieren die Pläne des Parlaments, die Sonntagsverkäufe zu verdreifachen. Foto: Unia
Die Unia-Mitglieder bei Coop haben sich zu ihrer Fachgruppe getroffen. Sie diskutierten ihren neuen Gesamtarbeitsvertrag. Ebenfalls Thema waren die Angriffe aus dem Parlament auf die Arbeitszeit im Detailhandel. Die Unia-Mitglieder bei Coop verlangen von der parlamentarischen Kommission, die das Thema nächste Woche berät, dass sie das Projekt beendet.

Die Arbeitszeit ist neben den tiefen Löhnen eines der wichtigsten Anliegen im Detailhandel – so auch bei den Unia-Mitgliedern bei Coop. Ihr neuer Gesamtarbeitsvertrag (GAV) garantiert ihnen Arbeitszeiten, die den Beruf und das Privatleben besser vereinbaren lassen. 

Ein wichtiges Anliegen der Unia-Mitglieder bei Coop war, im neuen GAV die tägliche Rahmenarbeitszeit von 14 auf maximal 12 Stunden zu reduzieren. Das gelang der Unia gemeinsam mit den anderen Sozialpartnern. Damit ist ein weiterer Schritt getan, um die überlangen Tage zu begrenzen. Somit bleibt für die Arbeitnehmenden mehr Zeit für Erholung, Familie und Hobbys.

Dreimal mehr Sonntagsarbeit?

Den Verbesserungen des Gesamtarbeitsvertrags bei Coop stehen die parlamentarischen Angriffe auf die Arbeitsbedingungen im Detailhandel entgegen. So planen Politiker:innen, die Sonntagsarbeit zu verdreifachen – obwohl die Stimmberechtigten eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten in mehr als zwei Dritteln der Abstimmungen immer wieder abgelehnt hatten. Und die Mehrheit der Kantone schöpfen nicht einmal die vier bewilligungsfreien Sonntage aus. 

Politik muss Gesundheit der Detailhandelsangestellten schützen

In einem Schreiben an die ständerätliche Wirtschaftskommission stellen die Unia-Mitglieder bei Coop klar: Mehr Sonntagsarbeit geht auf Kosten ihrer Erholung, ihrer Freizeit und ihrer gesellschaftlichen Teilhabe und bedroht ihre Gesundheit. 

Gemeinsam mit der Unia hatten die Verkäufer:innen über 9000 Unterschriften gegen mehr Sonntagsarbeit gesammelt. Es gilt, die Realität der arbeitenden Bevölkerung ernst zu nehmen – es braucht mehr Schutz, nicht weniger.