Die von Just Eat am 22. Oktober angekündigte Massenentlassung stösst bei den Kurier:innen auf Unverständnis und Wut: Sie sollen entlassen werden, nur um nachher als scheinselbständige Beschäftigte dieselbe Arbeit weiterzumachen – ohne Sozialversicherungen und zu Dumping-Löhnen. Denn es ist klar: Die zuständigen Behörden werden Kurier:innen von Just Eat nicht als «Selbständige» anerkennen, ebenso wenig wie sie dies bei Uber Eats tun. Wer im Namen eines Unternehmens auftritt, in dessen Arbeitsorganisation eingebunden ist und Weisungen entgegennimmt – wie dies bei Just Eat und Uber Eats der Fall ist – gilt auch weiterhin rechtlich als Angestellter.
Über 100 Kurier:innen haben in den vergangenen Tagen der Gewerkschaft Unia ein Mandat gegeben, ihre Interessen im laufenden Konsultationsprozess zu vertreten. Gestern Abend wurden diese Mandate offiziell an Just Eat und die Temporärfirma Randstad übergeben. Die Beschäftigten fordern gemeinsam mit der Unia:
Gleichzeitig erhöhen die Kurier:innen von Just Eat in verschiedenen Städten den Druck auf die Behörden: Sie sammeln gemeinsam mit der Unia Unterschriften für eine Petition, welche die Kantone und das SECO als Aufsichtsbehörde in die Pflicht nimmt: Sie müssen die illegalen, auf Scheinselbständigkeit basierenden Modelle von Uber & Co. stoppen.
Petition: «Ausbeutung und illegale Scheinselbständigkeit bei Uber, Just Eat & co. stoppen!»
Gewerkschaft Unia 2026