Die Sozialpartner Unia, Syna / OCST, der Verein der Angestellten Coop sowie der Kaufmännischen Verband Schweiz und Coop konnten die diesjährige Lohnrunde mit einer Einigung abschliessen. Coop stellt für 2027 insgesamt 1,1 Prozent der Lohnsumme für Lohnerhöhungen zur Verfügung. Zentral für die Sozialpartner ist, dass Mitarbeitende bis zu einem Monatslohn von 4'900 Franken von einer generellen Lohnerhöhung von mindestens 1,1 Prozent profitieren. Damit wird der eingeschlagene Weg hin zu breit wirksamen Lohnmassnahmen fortgesetzt.
Die generellen Lohnerhöhungen sind aus Sicht der Sozialpartner ein wichtiger Schritt. Sie stellen sicher, dass nicht nur einzelne Mitarbeitende von der Lohnrunde profitieren, sondern eine grosse Mehrheit der GAV-unterstellten Mitarbeitenden.
Für die Unia-VerhandlungsleiterinnenAnne Rubin und Leena Schmitter ist eine generelle Lohnrunde essenziell, insbesondere nach dem letzten Jahr mit ausschliesslich individuellen Lohnerhöhungen. «Dieses Ergebnis ermöglicht nicht nur den Erhalt der Kaufkraft für die grosse Mehrheit der Beschäftigten, einschliesslich der langjährig Mitarbeitenden, sondern setzt auch ein wichtiges Signal für die gesamte Branche», betont Rubin. Schmitter ergänzt: «Coop hat eine Vorbildfunktion im Schweizer Detailhandel. Wenn die Geschäftszahlen stimmen, erwarten die Mitarbeitenden zu Recht, dass sie auch am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben können».
Für die Sozialpartner stand in den Verhandlungen die Sicherung der Kaufkraft und eine Entlastung bei der Erhöhung der Krankenkassenprämien im Zentrum. Die vereinbarte Lohnerhöhung liegt über der derzeit erwarteten Belastung durch die Teuerung und den zusätzlichen Effekt der steigenden Krankenkassenprämien auf das verfügbare Einkommen. Damit können die Mitarbeitenden ihre Kaufkraft im kommenden Jahr grundsätzlich erhalten.
«Wer einen tiefen Lohn hat, wird von den steigenden Lebenshaltungskosten besonders hart getroffen. Darum war eine generelle Lohnerhöhung in diesem Bereich für uns zentral.»
Michele Aversa, Branchenleiter Syna
«Für uns stand im Besonderen der Ausgleich der Teuerung, sowie einen Beitrag an die stetig steigenden Kosten bei den Krankenkassen und Mieten im Vordergrund für die Mitarbeitenden im Tieflohnsegment. Mit einer generellen Erhöhung bis 4'900 Franken, erreichen wir einen substanziellen Anteil an Mitarbeitenden, welche am stärksten von den wirtschaftlichen Folgen von Teuerung und Preiserhöhungen betroffen sind.»
Markus Beer, Präsident Verein der Angestellten Coop.
Die Sozialpartner werten die Einigung auch als positives Zeichen für die kommenden Verhandlungen mit Coop. Das Unternehmen ist wirtschaftlich gut aufgestellt. Aus Sicht der Sozialpartner schafft dies die Voraussetzung dafür, die Mitarbeitenden auch künftig angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen und die Reallöhne langfristig weiterzuentwickeln.
«Gerade bei tiefen und mittleren Einkommen zählt jeder zusätzliche Franken. Dort ist der finanzielle Spielraum klein. Umso wichtiger ist eine stetige Lohnentwicklung, die diese Mehrbelastung auffängt und die Kaufkraft der Mitarbeitenden sichert.»
Hannes Elmer, Fachverantwortlicher Sozialpartnerschaft beim Kaufmännischen Verband Schweiz.
Gemeinsame Medienmitteilung der Gewerkschaft Unia, des Kaufmännischen Verbands, des OCST, der Syna und des Vereins der Angestellten Coop
Gewerkschaft Unia 2026