Eine Lohnumfrage der Unia beim Personal Anfang Jahr zeigte deutlich: Die Beschäftigten verlangten den Ausgleich der Teuerung und der steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere der Krankenkassenprämien und Mieten. Zudem ist in den letzten Jahren die Produktivität und damit die Arbeitsbelastung der Arbeiter:innen in der Toblerone-Fabrik in Bern-Brünnen erheblich gestiegen. Die Beschäftigten unterstrichen ihre Lohnforderungen mit einer Petition an die Firmenleitung.
Besonders wichtig ist der hohe generelle Anteil der Lohnerhöhung, von dem alle profitieren, und welcher weit über der für 2026 prognostizierten Teuerung von 0,3 bis 0,6 Prozent liegt. Allerdings ist dies auch notwendig, denn der Nachholbedarf aus den Jahren mit hoher Teuerung (2022-2024) ist sehr gross und die weiter steigenden Krankenkassenprämien drücken empfindlich auf das Einkommen der Beschäftigten.
Mondelez kann sich Lohnerhöhungen auch sehr gut leisten: Seit 2015 wurden die Ausschüttungen an die Aktionäre verdoppelt. Gemäss Jahresbericht 2024 (2025 ist noch nicht publiziert) wurden über 2 Milliarden Franken ausgeschüttet und der Gewinn pro beschäftigte Person beträgt satte 51'233 Franken. Dennoch sind die Löhne in der Toblerone-Fabrik weiterhin nicht üppig. Wie in der gesamten Lebensmittelindustrie reichen sie oft nur knapp zum Leben. Die Unia erwartet darum, dass Mondelez auch in den kommenden Jahren Lohnerhöhungen über der Teuerung vornimmt.
Gewerkschaft Unia 2026