Frauen verdienen weiterhin deutlich weniger als Männer. Diese Ungerechtigkeit belegen verschiedene Zahlen:
Gemäss den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BfS) verdienen Frauen in der Privatwirtschaft pro Monat rund 1500 Franken weniger als Männer. Diese Zahl ist auf ein 100 Prozent-Pensum hochgerechnet. Aber woher kommt diese Lohnungleichheit?
Viele Frauen arbeiten aufgrund von Betreuungsaufgaben Teilzeit. Sie übernehmen nach wie vor den grössten Teil der unbezahlten Betreuungs- und Sorgearbeit. Mütter kämpfen mit familienfeindlichen Schichten und versuchen mit Teilzeitarbeit Beruf und Familie zu vereinbaren. Die Folge sind tiefere Einkommen und tiefere Renten.
Die Situation in der Pflege zeigt exemplarisch, wie dringend Verbesserungen in den Care-Berufen nötig sind. Spätestens seit der Corona-Pandemie ist klar: Ohne Pflegefachleute funktioniert nichts. Doch auch nach der Annahme der Pflegeinitiative setzt das Parlament die Forderungen nicht um und droht sie sogar zu verwässern.
Der feministische Streik 2027 rückt die bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit ins Zentrum. Denn ohne Betreuung, Pflege und Sorgearbeit funktioniert unsere Gesellschaft nicht.
Deshalb ruft die Unia gemeinsam mit anderen Organisationen 2027 zum grossen Care-Streik auf.
Sexuelle Belästigung und Diskriminierung gehören für viele Frauen zum Arbeitsalltag. Das ist inakzeptabel. Arbeitgeber müssen ihre Verantwortung wahrnehmen und für einen wirksamen Schutz sorgen. Es braucht eine klare Nulltoleranz-Kultur in den Betrieben.
Auch Männer sind gefordert. Sie müssen hinschauen, eingreifen und klar Stellung beziehen. Anzügliche Blicke, dumme Sprüche oder körperliche Übergriffe sind respektlos und untragbar.
Mach mit am feministischen Streik am 14. Juni 2027 und setze gemeinsam mit Tausenden Frauen ein Zeichen für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit.
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Gewerkschaft Unia 2026