Vergangene Woche hat die NestlĂ©-Tochter Nespresso SA, WeltmarktfĂŒhrerin bei Kaffeekapseln, die EinfĂŒhrung eines neuen Arbeitszeitregimes angekĂŒndigt. Die Wochenarbeitszeit wĂŒrde von 41 auf 43 Stunden erhöht, dazu mĂŒssten die BeschĂ€ftigen mehr am Wochenende arbeiten. Dies wĂŒrde das Familienleben der Angestellten massiv beeintrĂ€chtigen. Die Massnahme ist unverstĂ€ndlich: Die neuen ArbeitsplĂ€ne erhöhen die ProduktivitĂ€t nicht, da die Maschinen bereits heute rund um die Uhr ausgelastet sind.
Unia erhÀlt Mandat der Belegschaft
Die Unia ist vom Personal herangezogen worden und hat Versammlungen an den Standorten Avenches, Orbe und Romont organisiert. 230 Personen haben bisher der Unia ein Mandat gegeben, ihre Interessen zu vertreten, also rund die HĂ€lfte der Angestellten an den WaadtlĂ€nder Niederlassungen. In einer Stellungnahme lehnen die BeschĂ€ftigten zudem die angekĂŒndigten Verschlechterungen ab. Bisher verweigert der Konzern ein Treffen mit der Gewerkschaft. Das ist inakzeptabel. Die Unia verlangt Kraft ihres Mandates die sofortige Aufnahme von Verhandlungen zwischen Nespresso und Vertreter/innen der Gewerkschaft sowie einer Delegation des Personals.
Gewerkschaft Unia 2026