Von oben scheint die pralle Sonne, von unten kocht der Asphalt. Unter diesen Bedingungen leisten Bauarbeiter schwere körperliche Arbeit. Die Gluthitze ist dabei nicht nur belastend, sondern eine akute Gefahr für die Gesundheit und Arbeitssicherheit:
Angesichts der Klimaerhitzung nimmt diese Gefahr von Jahr zu Jahr zu. Bereits im Mai dieses Jahres wurden Rekordtemperaturen erreicht.
Für die Arbeit bei grosser Hitze gelten heute verschiedene Schutzmassnahmen: darunter regelmässige Pausen, die Bereitstellung von Trinkwasser sowie Anpassungen bei den Arbeitszeiten und der Arbeitsorganisation.
Der neue Landesmantelvertrag Bauhauptgewerbe (LMV), der dieses Jahr in Kraft getreten ist, sieht zudem vor, dass die Arbeit eingestellt werden muss, wenn die Gesundheit der Bauarbeiter gefährdet ist.
In der Praxis missachten Baufirmen jedoch immer wieder die Einhaltung selbst dieser minimalen Sicherheitsbestimmungen für ihre Angestellte. Zentraler Problemfaktor dabei ist der hohe Termindruck der Bauherren als Auftraggeber. Selbst öffentliche Bauherren fordern zunehmend unrealistische Bauzeiten und setzen diese mit Konventionalstrafen knallhart durch.
Die Bauarbeiter bauen unsere Wohnungen, Spitäler, Schulen und Verkehrswege. Dass ihre Gesundheit geopfert wird, um unnötig kurze Bautermine zu erfüllen, ist ein Skandal!
Damit die Gesundheit der Bauarbeiter wirksam geschützt wird, braucht es verbindlichere Schutzmassnahmen. Daher fordern die Bauarbeiter:
Die Unia wird weiterhin die konsequente Einhaltung der Schutzmassnahmen auf den Baustellen einfordern und zusammen mit betroffenen Bauarbeitern auch die Arbeit einstellen, wenn ihre Gesundheit gefährdet wird.
Gewerkschaft Unia 2026