Jetzt mehr Schutz und mehr Rechte für Arbeitnehmende sichern

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter jubeln über die gewonnene Abstimmung
Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter jubeln über die gewonnene Abstimmung. Foto: Unia
Mit dem Nein zur SVP-Initiative hat sich die Schweizer Stimmbevölkerung gegen den Angriff auf Arbeitnehmendenrechte und Lohnschutz gestellt. Jetzt braucht es Lösungen für die Probleme der Arbeitnehmenden und eine Stärkung des Lohnschutzes.

Die Mehrheit der Stimmbevölkerung hat sich gegen neue Diskriminierungen und für Lohnschutz und fundamentale Arbeitnehmendenrechte ausgesprochen. 

Die Personenfreizügigkeit bleibt gewahrt – und damit das Recht, sich mit einem geregelten Aufenthaltsstatus in der Schweiz bzw. in den EU-Staaten niederzulassen, ohne Lohndiskriminierung zu arbeiten und mit der eigenen Familie zusammenzuleben. 

Eine Rückkehr zum menschenverachtenden Saisonnierstatut ist vom Tisch.

Grosser Unmut bei vielen Arbeitnehmenden

Der Abstimmungskampf und der Ausgang der Abstimmung haben jedoch auch gezeigt, dass der Unmut über wachsende Ungleichheit, zu tiefe Löhne und steigende Lebenskosten riesig ist.

Lohnschutz und Arbeitnehmendenrechte stärken

Es braucht darum schnelle und effektive Lösungen für die Probleme, die den Alltag der Arbeitnehmenden prägen:

  • eine Stärkung und Ausweitung der gesetzlichen Mindestlöhne, damit alle von ihrem Lohn leben können, und die Abwehr des aktuellen Angriffs auf die Mindestlöhne;
  • eine generelle Anhebung des Lohnniveaus, um dem grassierenden Kaufkraftverlust breiter Bevölkerungsschichten etwas entgegenzusetzen;
  • eine rasche Umsetzung der Pflegeinitiative mit echten Verbesserungen für das Gesundheitspersonal, um einen Kollaps des Gesundheits- und Pflegewesens zu verhindern;
  • eine Verbesserung des Kündigungsschutzes für Personalvertretungen und gewerkschaftlich aktive Arbeitnehmende, wie im Rahmen des Massnahmenpakets zu den Bilateralen III vorgesehen;
  • eine Stärkung der Rechte von Menschen ohne Schweizer Pass, die seit langem in der Schweiz leben, wie es die kürzlich eingereichte Demokratie-Initiative vorschlägt.

Mach mit – organisiere dich!

Diese Verbesserungen werden wir nur erreichen, wenn wir uns zusammenschliessen. So wie der gemeinsame Einsatz hunderter Unia-Mitglieder in der Kampagne gegen die Chaos-Initiative dazu beigetragen hat, den Angriff der SVP auf die Rechte und Löhne der Beschäftigten einmal mehr zu stoppen.

Werde jetzt Mitglied der Gewerkschaft und setze dich mit uns für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen ein!