Am 19. Juni hat das Parlament ein nationales Gesetz beschlossen, das kantonale und städtische Mindestlöhne aushebelt. Zehntausenden Menschen drohen Lohnverluste. Konkret sieht das Gesetz vor, dass kantonale und kommunale Mindestlöhne nicht mehr für Arbeitnehmende in Branchen mit allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen gelten, selbst wenn Kantone oder Gemeinden ausdrücklich das Gegenteil beschlossen haben.
Die Folgen wären gravierend, wie Unia-Präsidentin Vania Alleva bei der Einreichung des Referendums betonte: «Ob im Gastgewerbe, in der Reinigung, im Coiffeurgewerbe, im Detailhandel oder in der Textilreinigung: Wer die Mindestlöhne schwächt, trifft genau jene Beschäftigten, die jeden Franken zum Leben brauchen.»
Deshalb hat die Unia gemeinsam mit weiteren Gewerkschaften, Organisationen und Parteien das Referendum ergriffen. In weniger als 100 Tagen kamen rund 100'000 Unterschriften zusammen. Das sind mehr als doppelt so viele, wie für das Referendum nötig gewesen wären. Der grosse Erfolg der Unterschriftensammlung zeigt: Der Angriff auf die Mindestlöhne stösst auf breiten Widerstand.
Mit der Einreichung des Referendums ist die erste Hürde geschafft. Nun wird die Stimmbevölkerung über die Vorlage entscheiden. Gemeinsam verteidigen wir die Mindestlöhne.
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Gewerkschaft Unia 2026