Andere Optionen für Herrn Vasella: Fairness statt Abzockerei!

44 Millionen Franken verdiente Daniel Vasella im vergangenen Jahr. Dieses Jahr wird dieser Schwindel erregende Höhenflug zweifellos fortgesetzt – und dies ohne jedes Risiko. Denn einen allfälligen Absturz lässt sich Vasella mit nicht weniger als 60 Monatsgehältern vergolden!

Gleichzeitig predigt der Novartis-Boss seinen Angestellten die Tugenden der Eigenverantwortung und Lohnzurückhaltung. Und mehr noch: Aus reinem Profitdenken wehrt sich seine Firma gegen billigere Medikamente in der Schweiz, und in Indien verhindert sie tausenden von Krebskranken den Zugang zu bezahlbaren Medikamenten.

 

Gegen diese Doppelmoral und Verantwortungslosigkeit protestierte heute Vormittag anlässlich der Novartis-GV in Basel die Gewerkschaft Unia. Mit einem offenen Brief forderte sie den Novartis-Boss auf, endlich seine soziale Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und der Gesellschaft wahrzunehmen. «Wir sind überzeugt, dass goldene Fallschirme, Ihr überrissener „Lohn“ und nicht zuletzt Ihre Patentpolitik das Image von Novartis negativ beeinflussen. Das betrifft auch ganz direkt die 10'000 Novartis-Beschäftigten in der Schweiz.» Der Unia-Chemieverantwortliche Corrado Pardini lud Vasella zur offenen Diskussion im Novartis-Personalrestaurant ein «damit Sie dazu die Stimmung innerhalb Ihrer Belegschaft erfahren».

 

Der offene Brief wurde zugleich in Form eines Flugblattes (vgl. Beilage) an die Novartis-AktionärInnen verteilt, welche der Aktion durchwegs mit Sympathie begegneten.

 

Offener Brief an Daniel Vasella (Word-Dokument)

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung:
Corrado Pardini, Sektorleitung Industrie Unia
Albert Gassmann, Unia Basel