Ein weiterer Affront gegen die Belegschaft der Karton Deisswil AG
20.05.2010
Die Vertreter des Mayr-Melnhof Konzerns haben sich an der heutigen Sozialplanverhandlung geweigert, den Beschäftigten ein Sozialplangebot vorzulegen oder zumindest Angaben zum finanziellen Rahmen eines Sozialplans zu machen. Besonders enttäuschend war das Verhalten des Geschäftführers der Karton Deisswil AG Stephan Schneider, der behauptete, über kein substanzielles Verhandlungsmandat zu verfügen.
Die Verhandlungsdelegation der Belegschaft traf auf eine unvorbereitete Arbeitgeberseite, anscheinend ohne Mandat und Kompetenzen. Schneider verhielt sich so, als ob für einen Sozialplan kein Geld vorhanden sei – eine offensichtliche Lüge. Anstatt die materiellen Eckwerte bekannt zu geben, führte er die Belegschaft an der Nase herum. Schliesslich brach er die Scheinverhandlungen ergebnislos ab.
Verschärfend tritt hinzu, dass der Konzern-CEO Dr. Hörmanseder entgegen früher abgegebenen Versprechen nicht zu den Verhandlungen erschien. Auch dies ist ein Affront gegenüber der Belegschaft. Diese hat bis heute auf eine Eskalation des Konfliktes verzichtet. Das heutige verantwortungslose Verhalten des Konzernmanagements bedeutet eine weitere Zuspitzung der Auseinandersetzung. Die Belegschaft wird an einer Betriebsversammlung vom 26.5 ab 13.30 ihre nächsten Schritten beschliessen.
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Für Auskünfte steht zur Verfügung:
Roland Herzog, Leiter Unia Sektion Bern

