Zum Dienstjubiläum die Entlassung
Ljazim Bakija: Nach zehn jahren entlassen |
Die Firma des Präsidenten des Gerüstbauunternehmer- Verbandes entlässt einen Unia-Vertrauensmann. Unter einem dubiosen Vorwand. Die Kollegen wehren sich.
Ljazim Bakija (53) ist Gerüstbauer. Ein sehr guter Gerüstbauer. Das sagen seine Kollegen von der Gerüstebau Schwarzenbach AG in Frauenkappelen BE einhellig. Im September erst feierte der aus Mazedonien stammende Bakija bei einem Mittagessen mit seinem Chef sein 10-Jahre-Dienstjubiläum bei der Schwarzenbach. Letzte Woche dann erhielt er plötzlich die Kündigung. Mit einem auf den 19. Juli 2012 datierten Brief. Ohne Angabe von Gründen. Nachträglich schob der in Thun stationierte Geschäftsführer der Firma, Peter Rossel, eine mündliche Begründung nach: Bakija bringe «keine Leistung». Den zuständigen Unia-Sekretär schloss Rosset von diesem Gespräch aus. Die Kollegen von Gerüstbauer Ljazim Bakija wehren sich mit einer Petition. »weiter
Unia lehnt Vorschläge des Bundesrates zur Ausschaffungsinitiative ab
Der Bundesrat hat zwei Varianten zur Umsetzung der SVP-Ausschaffungsinitiative vorgelegt. In ihrer Vernehmlassungsantwort lehnt die Gewerkschaft Unia beide ab. Denn sie basieren auf fremdenfeindlichen Prinzipien. Zudem verstossen sie gegen mehrere internationale Abkommen, etwa das Freizügigkeitsabkommen mit der EU. Und gegen das Prinzip der Verhältnismässigkeit, das ein Grundsatz unseres Justizsystems ist.
Sonderjustiz
Neu soll mit dem Entzug des Aufenthaltsrechts eine zweite Strafe neben der normalen strafrechtlichen Sanktion eingeführt werden. Diese Doppelbestrafung von Menschen ohne Schweizer Bürgerrecht kommt einer Sonderjustiz gleich und ist inakzeptabel. Die Unia fordert den Bundesrat auf, eine völkerrechtskonforme Variante auszuarbeiten. In einer Demokratie muss der Minderheitenschutz geachtet werden, sonst verkommt sie zu einer Diktatur der Mehrheit.

